Die Weiterbildung

Pflicht zur regelmäßigen Weiterbildung ohne Prüfung

Die Pflicht zur Weiterbildung betrifft grundsätzlich alle Kraftfahrer im gewerblichen Güter- oder Personenverkehr - unabhängig davon, seit wann sie Busse oder Lkw fahren dürfen.

Spätestens fünf Jahre nach dem Erwerb der (beschleunigten) Grundqualifikation müssen die Kenntnisse durch Teilnahme an einer Weiterbildung aufgefrischt werden. Sie wird an einer anerkannten Ausbildungsstätte durchgeführt.

Auch "alte Hasen", die aufgrund der Übergangsregelung keine Grundqualifikation absolvieren mussten (bei Fahrerlaubniserwerb vor dem 10. September 2008 bzw. 2009), müssen spätestens bis zum

10.09.2013 (Personenverkehr)* bzw. bis zum

10.09.2014 (Güterverkehr)* an einer Weiterbildungsschulung teilgenommen haben.

Danach ist die Weiterbildung alle fünf Jahre zu wiederholen.

Die Weiterbildung muss im Inland oder dem EU-Mitgliedstaat erworben werden, in dem der Bewerber beschäftigt ist.

Sie besteht aus 35 Unterrichtsstunden zu je 60 Minuten, die innerhalb dieser 5 Jahre frei auf mehrere "Blöcke" aufgeteilt werden können. Ein einzelner Block muss jedoch mindestens 7 Stunden umfassen (5 x 7 Stunden).

Für die Weiterbildung ist ausschließlich die Teilnahme am Unterricht verpflichtend. Eine Abschlussprüfung muss nicht abgelegt werden.

*Um Kosten für den entsprechenden Eintrag im Führerschein zu sparen, sieht der Gesetzgeber eine Übergangsregelung von bis zu zwei Jahren vor. Wenn also eine Verlängerung des Führerscheins bis zum

10.09.2015 (beim Busfahrer) oder bis zum

10.09.2016 (beim Lkw-Fahrer) erfolgen muss,

kann auch die Weiterbildung bis zu dem jeweiligen Zeitpunkt geschoben werden, jedoch in keinem Falle über diese beiden Stichtage hinaus.

Fahrzeugführer, bei denen nach diesen beiden Stichtagen die Verlängerung des Führerscheins ansteht, müssen die Weiterbildung spätestens bis zum 10.09.2013 bzw. bis zum 10.09.2014 absolviert haben.

 
Ausbildungsinhalte

Der Unterrichtsstoff der Weiterbildung entspricht dem Stoff der Ausbildung in vollem Umfang.

Da in 35 Stunden aber nicht so viel durchgenommen werden kann wie in 140 Stunden, empfiehlt sich eine Stoffauswahl, die der Ausbilder anhand der speziellen Bedürfnisse der Teilnehmer und ihrer Unternehmen trifft. Damit ist das System ausreichend flexibel, um für Fahrer und Unternehmen einen größtmöglichen Nutzen zu stiften.

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